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Nadelbäume und ihre Power

Rund um die Adventzeit begegnen einem überall Nadelbäume - meist in Form eines Adventkranz oder Weihnachtsbaum. Doch die wenigsten wissen welche Power in den heimischen und essbaren Nadelbäumen Fichte, Tanne und Kiefer stecken - beispielsweise haben sie ganz viel Vitamin C. Das und noch viel mehr haben diese drei Nadelbäume zu bieten.


In der kalten Jahreszeit, wenn der Schnee die Landschaft bedekckt, ist das Nadelbaumgrün auch meist die einzige "wilde" Quelle für frisches Grün. Die Zweige von Fichte, Tanne und Kiefer eignen sich bestens für kuliarische Experimente, selbstgemachte Hausmittel für die grüne Hausapotheke und die Badewanne.


Nachfolgend erwarten dich spannende Infos zu den drei heimischen, essbaren und immergrünen Nadelbäumen, sowie Rezepte zum Ausprobieren. Viel Spaß beim Lesen!


WICHTIGES ZUERST

Nicht bei Erkrankungen der Bronchien, Schwangerschaft oder empfindlicher Haut verwenden!


Die Tanne und die Fichte werden von ungeübten Pflanzenbestimmern manchmal mit der giftigen Eibe verwechselt - bitte hier vorsichtig sein!



FICHTE

Die Fichte wird als "Brotbaum" der Forstwirtschaft bezeichnet. Da der Ertrag der schnellwachsenden Fichte so ergiebig ist, ist sie ausgehend von ihrem natürlichen Vorkommen in den montanen und subalpinen Gebieten Europas, in zahlreichen anderen Forstgebiete in tieferen Lagen gepflanzt worden.


Besonders gern wird die Fichte aufgrund ihres zitronig-waldigen Geschmackes verwendet. Dies lässt sich in der Küche toll einsetzen. Besonders toll passt dieser Geschmack nach meinem Empfinden zu Fleisch, Gin-Tonic und Butter. Schon mal einen Gin-Tonic mit einem Zweig Fichte und Nadelbaum-Pulver (siehe Rezepte) serviert? Oder zum Weihnachtsbrunch Fichtenbutter serviert?


In der traditionellen Heilkunde wird die Fichte gerne mit den Atemwegen in Verbindung gebracht. Tee, Inhalationen, Vollbad usw. würden sich diesbezüglich gut eignen.


Fichten-Butter


Die aromatischen Nadeln der Fichte sind immer ein kulinarisches Highlight - besonders in der Festtagsküche. Fichten-Butter passt sowohl aufs Frühstücksbrot als auch zum herzhaften Abendessen. 🌲 100 g zimmerwarme Butter 🌲 1 Handvoll Fichtennadeln 🌲 1 TL Salz Frische Fichtennadeln so fein wie möglich hacken und mit zimmerwarmer Butter sowie Salz im Mixer zu einer gleichmäßigen Masse vermengen. Nun in Form bringen, mit einem kleinen Fichtenzweig dekorieren und bis zur Verwendung kalt stellen. Natürlich können auch Zweige der Tanne oder der Kiefer stibitzt werden, um daraus nach diesem Rezept eine Nadebaum-Butter herzustellen. 🎄





TANNE

Die Weiß-Tanne ist in Europa heimisch und ist eine typische Waldbaumart. Verschiedene Einflüsse haben dazu geführt, dass die Tanne meist nur noch selten in Wäldern zu finden ist. Dies ist wohl auch der Fall, weil die Weiß-Tanne bei der Wahl ihres Standortes sehr anspruchsvoll ist.


Umgangssprachlich ist oft von Tannenzapfen die Rede. Die stehenden Tannenzapfen zerfallen jedoch

bereits am Baum und sind somit nicht am Boden zu finden. Am Zweig bleibt lediglich eine Spindel zurück.


Wie auch die restlichen der vorgestellten (essbaren) Nadelbäume sind die ätherischen Öle der Tanne ein bewährtes Hausmittel gegen Husten. Sie sollen Beschwerden der Atemwege lindern und bei Heiserkeit wohltuend sein.


Ein wichtiger Inhaltsstoff von (essbaren) Nadelbäumen ist das enthaltene Vitamin C. Besonders im Winter sind immergrüne essbare Nadelbäume eine wertvolle und nachhaltige Vitamin C-Quelle in der Umgebung. Zweige von Tanne können beispielsweise zu Tannenpulver verarbeitet werden, das die extra Portion Vitamin C in den Speiseplan bringt.


Tannen-Pulver

🎄3 HV getrocknete Nadeln der Tanne


Die getrockneten Nadeln grob mit einem Messer zerkleinern. Dann in einem Leistungsstarken Mixer oder einer Kaffeemühle die Nadeln zu einem Pulver mahlen. Ggf. noch sieben, um gröbere Bestandteile zu entfernen.


Das Nadelbaumpulver kann vielseitig eingesetzt werden - beispielsweise:

  • gemischt mit Salz - Nadelbaumsalz zum Würzen

  • als Badezusatz - Erkältungsbad

  • für adventliche Getränke - z.B. einen halben Teelöffel gemischt mit Prosecco oder Gin-Tonic



ROT-KIEFER

Es gibt viele Kiefernarten in Europa. In unseren Breiten werden zu nachfolgenden Zwecken meist die Rot-Kiefer und Schwarz-Kiefer verwendet. Meinem Empfinden nach, ist jedoch die Rot-Kiefer öfter vorhanden.


Wie auch die Fichte ist die Rot-Kiefer reich an ätherischen Ölen. Diese ätherischen Öle sollen besonders wohltuend bei Muskel- und Gelenks-wehwehchen und bei Husten sein.


Die Kiefer wird besonders gern für Saunaaufgüsse verwendet. Auch ein Vollbad mit Kiefernnadel-Badesalz wirkt besonders wohltuend in der Schnupfen-Zeit. Bei gesundheitlichen Problemen sollte man jedoch die Finger von den Nadelbäumen lassen.


Aber bei der Rot-Kiefer sitzen die wohltuenden ätherischen Öle nicht nur in den Nadeln, sondern auch im Holz. Dies wurde beispielsweise beim verschiedenen traditionellen Handwerken (z.B. Pechölbrennen, Pechen) genutzt, um für die Industrie Harz zu gewinnen.


Fruchtiges Kiefern-Badesalz


🎄1 EL zerkleinerte Kiefernnadeln

🎄1 EL zerkleinerte Apfelchips

🎄1 EL klein geschnittene Orangenschale

🎄5 EL Natursalz


Die Schale einer unbehandelten Bio-Orange, getrocknete Apfelchips und klein geschnittene Nadeln von Kiefer gemeinsam mit Salz im Blender zerkleinern. Nun nur noch in saubere Gläser füllen und beschriften - fertig ist das Badesalz.


Am besten den benötigten Anteil des Badesalzes in ein Tee-Ei oder Seifensackerl geben und ins Badewasser hängen - so bleiben die Früchte und Nadeln im Tee-Ei bzw. Sackerl und verstopfen nicht den Abfluss.


Natürlich können anstatt der Kiefernnadeln auch Tannen- oder Fichtennadeln verwendet werden.

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